Tuesday, September 7, 2010

Markus 2,27.28

Januar 26, 2009 von ALT  
Gespeichert unter Andacht

[Jesus sagte:] Der Sabbat ist um des Menschen willen gemacht und nicht der Mensch um des Sabbats willen. So ist der Menschensohn ein Herr auch über den Sabbat. Markus 2,27.28
Heute ist wieder Sabbat, der Ruhetag Gottes, den er bei der Schöpfung der Menschen eingesetzt hat (siehe 1 Mo 2,1-3). Jesus betonte in der Auseinandersetzung mit den Pharisäern über die Art, wie dieser Tag gemäß Gottes Gebot zu „heiligen“ sei (2 Mo 20,8), dass der Sabbat „um des Menschen willen“ eingesetzt wurde, also zu unserem Nutzen. Aber wieso kann er sich als „Herr des Sabbats“ (EB) bezeichnen?
Einige Aussagen des Neuen Testamentes lassen uns das schlussfolgern. Im Kolosserbrief erklärte Paulus, Christus sei „das Bild des unsichtbaren Gottes … aller Schöpfung voraus und ihr weit überlegen. Denn in ihm ist alles erschaffen worden, was im Himmel und auf der Erde lebt, die sichtbaren Geschöpfe auf der Erde und die unsichtbaren im Himmel … Alles hat Gott durch ihn geschaffen, und alles findet in ihm sein letztes Ziel.“ (Kol 1,15.16 GNB) Damit ist der Sohn Gottes unser Schöpfer: Er selbst hat uns Menschen gemacht und dann den Sabbat eingesetzt. Damit ist er natürlicherweise der Herr der Menschen und der Herr des Sabbats.
Es gibt noch eine Verbindung. Die Apostel machen deutlich, dass der Sohn Gottes das Volk Israel aus Ägypten befreit und in der Wolken- und Feuersäule durch die Wüste geführt hat (Jud 5; 1 Kor 10,1-3.9). Damit bezieht sich die Einleitung der Zehn Gebote, „Ich bin der Herr, dein Gott; ich habe dich aus der Sklaverei in Ägypten befreit“ (2 Mo 20,2 Hfa), auf den Sohn Gottes. Er ist auch der Gesetzgeber (Jak 4,12) und damit hat er selbst das Sabbatgebot gegeben.
Als unser Schöpfer weiß er am besten, was uns am Sabbat gut tut, und als Gesetzgeber kann er bestimmen, was wir Menschen am Sabbat tun oder nicht tun sollen. Aber unser Tun oder Nichttun steht am Sabbat gar nicht im Vordergrund. Das haben damals viele Juden und heute viele Adventisten missverstanden. Es geht beim Sabbat vor allem um die Beziehungspflege zu unserem Schöpfer und Erlöser. Der Sabbat soll uns an den Sohn Gottes erinnern, an das, was er für uns getan hat – in der Schöpfung und Bewahrung der Erde sowie in seiner Erlösung durch seinen Kreuzestod und seine Auferstehung – und was er heute als unser Mittler bei Gott für uns tut. Wenn wir heute Christus in den Mittelpunkt unseres Denkens und Handels stellen, werden wir einen gesegneten Sabbat erleben!
Werner E. Lange / © Advent-Verlag Lüneburg – mit freundlicher Genehmigung

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