Am letzten Abend des Kongresses der Adventjugend im Münchener ICM vergab Weltjugenddirektor Dr. Baraka G. Muganda der am 5. August begonnenen Veranstaltung die Bestnote: „This congress is the best ever I attended. It’s an A+!“ Rückblickend auf den eindrucksvollen Freitagabendgottesdienst versicherte Pastor Muganda: „Ich habe noch nie im Gehen gepredigt. Der Herr hat mich geführt und das Timing bestimmt.“ (Während des Taufgottesdienstes wanderte der Weltjugenddirektor predigend von der Bühne in Halle 1 auf die Bühne in Halle 14).
Am Samstag nahmen mehr als 4400 Teilnehmer und Gäste an dem in drei Hallen übertragenen Gottesdienst teil. Auch für den Jugenddirektor der Euro-Afrika-Region, Pastor Corrado Cozzi war es der „der beste Jugendkongress, den ich jemals erlebt habe.“ Dennoch bedauerte Cozzi, dass nicht noch mehr von den 120 000 Adventjugendlichen in Europa der Einladung nach München gefolgt seien.
Von skandinavischen Jugendlichen stammte die Idee, während des Kongresses ein Jugendforum durchzuführen. Pastor Paul Tomkins, Jugenddirektor der Trans-Europäischen-Region, wertete das Forum mit den Worten: „Das ist der Anfang eines Dialogs. Wir haben junge Leute in unserer Kirche, auf die wir sehr stolz sein können.“ Und sein Kollege Corrado Cozzi ergänzte: „Wir laden unsere Pastoren ein, Partner der Jugendlichen zu sein. Wir brauchen Veränderung und die Pastoren müssen uns dabei unterstützen.“ Für Dr. Muganda muss die Jugend ein fester Bestandteil in der adventistischen Glaubenskultur sein: „Das beste Trainingsfeld für die jungen Leute ist die lokale Kirchengemeinde. Hier können die Pastoren ihren Jugendlichen großzügige Freiräume in der Gemeindearbeit einräumen.“
Die Kongressteilnehmer verabschiedeten eine so genannte „Münchener Erklärung“, die eine Fortsetzung des begonnenen Dialogs sicherstellen soll. Hier der Wortlaut:
* „Wir haben die Diskussion mit unseren Leitern, die hier in München begonnen hat, sehr geschätzt und sind dankbar für das aufrichtige Interesse.
* Wir, die Jugendlichen, stehen hinter der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten und sind bereit, unseren Beitrag zu leisten und uns aktiv einzubringen.
* Deshalb fordern wir die Leitung der Freikirche in Europa auf, einen neuen Führungsstil zu entwickeln, der auf offenem Dialog, gegenseitigem Verständnis und einem gemeinsamen Ziel basiert.
* Wir sind überzeugt, dass dieses neue Denken der Jugend ein größeres Maß an Identifikation und Verantwortungsbewusstsein vermittelt und dadurch der Ausbreitung des Reiches Gottes in Europa dient.“
Die Verantwortlichen Vertreter der kirchlichen Führungsebenen sicherten zu, die Erklärung an ihre Dienststellen weiterzureichen und sich für eine Fortsetzung des Dialogs einzusetzen.
Insgesamt standen den 3000 Dauerteilnehmern während der Kongresszeit 230 ehrenamtliche Helfer zur Seite. Die jungen Gäste aus 40 Nationen waren in fünf Münchener Schulen untergebracht. „Für die Münchener war es eine neue Erfahrung, fröhlich singende Jugendliche in den U-Bahnhöfen zu erleben“, freut sich der für die lokale Organisation verantwortliche Jugendpastor Jochen Streit. Auch die Zusammenarbeit mit den Sicherheitskräften des ICM war nach seinem Eindruck sehr gut: „Es gab keine Unfälle oder andere große Probleme.“ Der 3. Paneuropäische Kongress soll im Jahr 2013 stattfinden.



