Wendungen über Glauben und Bratkartoffeln
28. April 2009
„Dieser Kaktus blüht nur im April. Man darf ihn nicht anrühren, nicht drehen – nichts! Einfach warten, bis sich die Handteller große Blüte entfaltet und zu duften beginnt. Einen Tag lang will ich sie bewundern und ihren Anblick genießen. Ich habe der ganzen Familie eingeschärft, den Kaktus nicht anzurühren. Ich habe sie davor gewarnt, die Putzfrau heran zu lassen, die heute kommen sollte. Als ich nach Hause komme, haben sie Fenster geputzt und die Pflanzen weggestellt. Jetzt blüht er nicht mehr.“ Und er weinte bitterlich. Ich beruhigte ihn, das sei mit Bratkartoffeln auch so.
In meiner Familie brate ich die Kartoffeln. Sie alle konzedieren, dass die Kartoffeln aus ganz ungeklärten Gründen bei mir gut gelingen. Wenn es eine grüne Hand für Pflanzen gibt, hätte ich eine für Bratkartoffeln. Sie mokieren sich seit langem, dass ich die Kartoffeln lieber in Stücke schneide, nicht in Scheiben. Ich werde nervös, wenn sie in die Nähe der Pfanne kommen, und ich werde wütend, wenn sie die Hand ausstrecken, die Pfanne zu berühren. Es ist besser, die Pfanne zu bewachen und niemanden in die Nähe zu lassen. Bloß nicht in den Keller gehen, um Rama raufzuholen! „Du, die Kartoffeln stehen da ohne Aufsicht auf dem Herd, da habe ich sie vorsichtshalber gewendet.“ Eine Katastrophe!
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Deine Gedanken
28. April 2009
Jeder Tag meines Lebens ist ein Geschenk
Jedes Konzert ist ein Stück davon
Jedes neue Lied erweitert meinen Horizont
Jede Unterrichtstunde ist ein ganz persönliches Erlebnis

Die Songwriterin Evelyn Lipke singt von dem, was sie erlebt und gesehen hat. Ihre Lieder verarbeiten Themen aus dem täglichen Leben und geben diese in poetischer Form wieder. Es geht ihr um das Kennenlernen des Einen, der uns immer wieder die Hand reicht. Evelyn möchte die ihr geschenkte Freude weitergeben, Mut zum Leben machen und zum Nachdenken über das eigene Weltbild anregen.
Soul & Gospel – Evelyn Lipke gastiert in Bergisch Gladbach
28. April 2009
Am 3. Mai 2009 findet im Ratssaal des Rathauses Bensberg um 17 Uhr ein Soul- und Gospelkonzert mit der Songwriterin Evelyn Lipke statt. Unter dem Titel „Deine Gedanken“ entführt die zierlich wirkende Künstlerin aus Bremen ihre Zuhörer in ein musikalisches Genre zwischen Jazz und Balladen.
Evelyn Lipke entdeckte die Gospel-Musik für ihre ungewöhnlich dynamische Stimme. Sie arrangiert und singt Titel, die ihrem persönlichen Empfinden entsprechen und begleitet sich dazu auf dem Klavier. Ihre Lieder enthalten Gedanken und Eindrücke, die in Melodien und Klänge umgesetzt werden. Sie laden zum Freuen und Nachdenken über das Leben ein.
Seit ihrem Debüt auf einer Gospelnight 1990 in Hannover folgt Evelyn Lipke regelmäßig Konzert- und Festivaleinladungen aus vielen Städten in Deutschland, Holland und der Schweiz.
Neben verschiedenen Radio- und TV-Liveübertragungen stehen Konzerte mit ihren eigenen Liedern im Mittelpunkt ihres musikalischen Schaffens. Evelyn schreibt deutsch- und englischsprachigen Soul/ Gospel, der sich Wege zu den Herzen der Zuhörer sucht.
Das Konzert wird von der Initiative „bensberg.der-stadt-bestes.de“ veranstaltet, die von der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten in Bergisch Gladbach initiiert wurde, um Menschen in dieser Stadt ein Stück Lebensqualität zu schenken. Der Eintritt ist frei, wegen der begrenzten Sitzplätze wird eine Reservierung per E-Mail unter konzert-bensberg@der-stadt-bestes.de empfohlen.
Das leere Grab oder “Die Wette des Pascal”
6. April 2009
Atheisten und Agnostiker machen seit einigen Monaten mobil. Den Startschuß gab zweifelsohne das Buch von Richard Dawkins „Der Gotteswahn“, das seit Herbst 2007 die Bestsellerlisten erstürmte. In einem Interview bekannte dann aber der streitbare Atheist: „Gott existiert nicht – zu 98 Prozent“. Selbst wenn das so wäre, zwei Prozent Restrisiko sind auch fatal.
Blaise Pascal (1623-1662) ein französischer Mathematiker war ein großer Philosoph, der seinerzeit Grundprinzipien des logischen Denkens aufstellte, die noch heute ihre Gültigkeit haben. Die moderne und nach wie vor beliebte Lernsprache für Computer ist nach ihm benannt – Pascal. Und dieser große Geist hat die Wahrscheinlichkeit der Gottesexistenz auf faire 50:50 beziffert. Seine Gedankenführung ging unter dem Namen „Die Pascal-Wette“ in die Geschichte ein. Lesen Sie weiter
Durch Intelligenz Penetranz übertrumpfen
3. April 2009
Dieses schöne Bonmot von Brunhild Dorn darf derzeit seine volle Anwendbarkeit entfalten – denn es sind die Immer-Alles-Besser-Wissenden, deren Penetranz Schlimmes heraufbeschwört.
Das gemeinsame Bibelstudium nimmt in den Gottesdiensten der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten einen zentralen Platz ein. Es ist das geistliche Forum, in dem die Gottesdienstbesucher miteinander zu vorbereiteten Themen ins Gespräch kommen. Für viele ist es das eigentliche Herzstück des Gottesdienstes – neben Lobpreis und Predigt.
Kein Wunder also, dass die Studienanleitung, die das Thema des Bibelgesprächs vorgibt, von vielen genau und gründlich gelesen wird. Das ist auch gut so! Und doch ist gerade dieses Heft zurzeit in Anlass für bittere Kontroversen.
Da gibt es nun in der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten hochqualifizierte, akademisch erstklassig ausgebildete Theologen, die, und das ist ihnen nun wirklich hoch anzurechnen, ihr Wissen in den Dienst der Kirchengemeinden stellen, und nicht nur ihre akademische Karriere im Kopf haben. Sie bereiten mit Sorgfalt und Augenmaß diese biblisch gegründeten Lehrhefte nach amerikanischen Vorlagen für die deutschsprachige Leserschaft auf und beweisen dabei Gespür in gleich mehreren Richtungen.
Was ist wesentlich und was ist vernachlässigbares Beiwerk? Was muss vertieft erklärt werden und was kann man im Nebensatz darstellen? Was muss als Impuls in die Kirchengemeinden genutzt und was als Abrundung ergänzt werden? Jeder, der schon einmal eine solche Aufgabe übernommen hat, wird wissen, wie schwierig und anspruchsvoll das ist.
Und, das soll hier unmissverständlich gesagt sein, es bedarf auch eines ausgeprägten und gekonnten intellektuellen Fingerspitzengefühls, die für eine amerikanische oder amerikanisch geprägte Leserschaft gestalteten Studienanleitungen so “transkulturell” zu übertragen, dass sich ihre geistliche Dynamik in einem deutschsprachigen kulturellen Umfeld ebenfalls voll entfalten kann.
Diese Arbeit, die von vielen Einflüssen geprägt wird, läuft im Hintergrund ab und erfordert eine kluge und weitsichtige Herangehensweise. Die durchweg sehr gelungenen Bibelstudienhefte beweisen das deutlich.
Solcherart aufbereitete Studienanleitungen verdienen eine konzentrierte und zum Mitdenken bereite Leserschaft. Sie verdienen im Bibelgespräch die vorbereitete und auf das Thema begründete Diskussion. Sie verdienen auch Kritik, sofern sie sachdienlich ist, denn sie sind keine Encykliken – glücklicherweise nicht!
Der mitdenkende Leser und die mitdenkende Leserin, die klug fragenden Gesprächsteilnehmer, die Ideen und Impulse der Bibelstudienanleitungen aufnehmen, umsetzen, anwenden und vermitteln, die werden dem Niveau der Studienhilfen gerecht.
Was aber ganz bestimmt NICHT die Aufgabe der Studienhefte ist, ist die Bedienung hergebrachter Stereotypen! Wer von den Bibelstudienanleitungen erwartet, dass er nur das liest und im Bibelgespräch nur das hört, was er und sie schon immer “wussten”, der muss es gar nicht lesen – der ist eben der penetrante Besserwisser, dessen Urteil ohnehin schon vorformuliert ist. Wer nicht das liest, was er erwartet, wer nicht das vorgesetzt bekommt, was er sich erwünscht, der lebt in der verblendeten Meinung, dass ein einmal gewonnenes geistliches Fundament vor allem durch Unwandelbarkeit gekennzeichnet ist. Der lebt geistlich nicht, der beharrt nur noch! Er weiß schon vorab, was richtig ist, und alles andere ist schon deshalb falsch, weil es eben anders ist.
Gesunde Lehre lebt, sie wächst, sie breitet sich aus, sie wird gelebt, ist intensiv und entfaltet reiche Gestalt. Besserwisserei maßt sich die Arroganz an, sich zurückzulehnen und zu beurteilen, meistens aber zu verurteilen, was andere denken, schreiben und tun.
Und solche Besserwisserei paart sich gern mit Unbelehrbarkeit und Unbeweglichkeit: Ihr wahres Wesen ist ihre penetrante Hinterhältigkeit, mit der sie alle, die anders sind, mit dem vermeintlichen Anspruch, es besser zu wissen, diffamieren – diejenigen, die die Bibelstudienhefte in der letzten Zeit aufbereitet haben, wissen hierzu ungehörige und ungeheuerliche Beispiele aufzuführen. Unverschämtheit!
Intelligenz, Wissen, Bildung und Klugheit sind natürlich souveräne Waffen, mit derlei unappetitlichen Exponenten einer geistlichen Besserwisser-Fraktion fertig zu werden – das ist schon richtig.
Aber, ‘mal so ganz ehrlich gefragt, manch “unintelligente” Methode kann auch recht erfreulich und erfolgreich sein – oder? (EANN/Dr. Matthias Dorn)





